Landeskonferenz Versorgung

Ein noch relativ neues Gremium ist die in Hamburg 2013 erstmals zusammengetretene Landeskonferenz Versorgung. Sie soll auf Landes­ebene Empfehlungen zur sektorenübergreifenden Gestaltung und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems erarbeiten und insbesondere regionale Bedingungen berücksichtigen. Ihre rechtlichen Grundlagen sind § 90a SGB V und das HmbLKVG. In diesem Gremium sind drei Patientenvertreter mit Stimmrecht vorgesehen – in einem Gremium, das zwar nur Empfehlungen ausspricht, aber hochrangig besetzt ist.

Die Landeskonferenz Versorgung bildete in den ersten vier Jahren ihres Bestehens für verschiedene Projekte Arbeitsgruppen. An allen konnten auch Patientenvertreter teilnehmen, zum Beispiel zu den Themen Hygiene (speziell: Screening auf Antibiotika-resistente Keime MRGN), Notfallversorgung, Bedarfsplanung und Überleitungsbögen zwischen den Versorgungssektoren. Die Arbeitsgruppe Medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung wurde von den Patientenvertretern ins Leben gerufen. Sie suchte Wege, für Menschen mit Einschränkungen -- seien sie körperlich, seelisch oder sozial bedingt -- die Institutionen des Gesundheitswesens zugänglicher zu machen und Hindernisse zu benennen und an ihrer Beseitigung mitzuwirken. Nach drei Jahren Arbeit an den Themen Transparenz barrierefreier Angebote und Sensibilisierung des Bewusstseins für Menschen mit Behinderung im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe beendete sie ihre Arbeit im Jahr 2016.

Sektorenübergreifende Gesundheits- und Pflegekonferenz

Im März 2017 beschloss die LKV die Umwandlung in ein Gremium, das auch den Sektor Pflege integriert. Diese neue Zusammensetzung muss von der Hamburgischen Bürgerschaft noch beschlossen werden.

Zugleich soll sich das neue Gremium mit sofortiger Wirkung nur noch einmal im Jahr treffen und statt Arbeitsgruppen zu vielen Themen nur noch ein Jahresthema intensiv bearbeiten. Als Thema fürs erste Jahr wurde die Entwicklung einer Hamburger Strategie gegen die zunehmende Antibiotikaresistenz gewählt. Eine Arbeitsgruppe mit ggf. mehreren Unter-AGs beschäftigt sich in vermutlich monatlichen Sitzungen mit der Entwicklung eines Vorschlages, der der Konferenz im Frühjahr 2018 zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Auch hieran sind Patientenvertreter beteiligt.